Vor zehn Jahren steckte ich von morgens bis abends in Online-Meetings und baute Tech-Produkte, die meine Chefs beeindruckten, aber nie das echte Leben von Menschen berührten. Heute sitze ich im Schneidersitz auf einer Matte bei Kaffeebauern in Indonesien und schaffe etwas, das Menschen jeden Morgen glücklich macht. Das ist nicht nur eine gewöhnliche Karrierewende von Tech zu Leidenschaft – es geht darum, zu entdecken, dass die fortschrittlichste Kaffeekultur der Welt nicht in Melbourne oder in einem Third-Wave-Café in Berlin liegt, sondern hier, in Indonesien, wo Bauern und Röster am selben Tisch sitzen und neu definieren, was Spezialitätenkaffee bedeutet.
In einem Jahr, das die Widerstandsfähigkeit der globalen Kaffeeindustrie auf die Probe stellte, hat sich Indonesien als strahlender Stern erwiesen. Von rekordverdächtigen Produktionssteigerungen bis zu Weltklasse-Barista-Meisterschaften – 2024 war ein wegweisendes Jahr für den indonesischen Kaffee.
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In den fruchtbaren Hochebenen von Jawa Timur braut sich eine Revolution zusammen. Keine, die eine Regierung stürzt, sondern eine, die verändert, wie die Welt indonesischen Spezialitätenkaffee sieht. An vorderster Front dieses koffeingetriebenen Umbruchs steht Dandy Dharmawan, Gründer von Ijen Lestari, dessen Weg vom gescheiterten Luwak-Kaffeegeschäft bis zum Gewinn der Cup of Excellence ebenso reichhaltig und komplex ist wie die Kaffeebohnen, die er herstellt.